Gesundheit

Zuckersüß und bitterböse

11. März 2017

Seit ich in meiner Zeit in Australien gut 8 Kilo zugenommen hatte, habe ich mich mehr und mehr mit Ernährung auseinandergesetzt, mich viel in meiner Freizeit belesen und einiges gelernt. Ich bin sicher nicht die einzige in meinem Alter die des öfteren mit dem Gewicht, Müdigkeit und schlechter Haut zu kämpfen hat. Eine lange Zeit habe ich es einfach hingenommen oft müde zu sein, oder hab mir eingeredet, dass mein Körperbau vererbt ist und ich einfach nicht dafür gemacht bin super zierlich oder so zu sein. Gut, letzteres bin ich vielleicht wirklich nicht, was eher auf die 14 Jahre turnen zurückzuführen ist, aber ihr wisst was ich meine. Der typische Mädchenkram eben …

Body von erlich Textil

Ich habe mich mit etlichen Ernährungstrends auseinandergesetzt und war überzeugt mich sehr gesund zu ernähren. Je nachdem welchem Trend ich folgte gab es viel Quark und Hühnchen oder 90% vegan. Im Endeffekt bin ich damit nie zu dem Ergebnis gekommen welches ich mir erhofft hatte. Warum? Ich habe mich komplett auf die falsche Baustelle konzentriert. Im nachhinein kann ich sagen, dass ich mich eigentlich gut ernährt habe – hätte man den überschüssigen Zucker weggelassen. Völlig unbewusst habe ich jeden Tag locker das doppelte an Zucker zu mir genommen, was für einen Menschen in meinem Alter gesund ist. „Ach, zum Mittag gabs einen Salat, dann kann ich ja jetzt noch den Schokoriegel essen … was soll der Geiz,  den letzten ess‘ ich auch noch, dann ist er weg.“ Ohne, dass ich es mitbekommen habe, hab ich in 2 Minuten 20g Zucker gegessen. Für einen erwachsenen Menschen sind 25g ok. Die meisten Deutschen allerdings nehmen 100g+ täglich zu sich. Unbewusst. Cola, Joghurt zum Obst, Energieriegel – teilweise getarnt als vermeintlich gesunde Lebensmittel. Damit überschreiten wir die Ernährungsempfehlung deutlich.

Was aber macht den raffinierten Zucker so ungesund und was macht er mit unserem Körper wenn wir ihn dauerhaft in zu großen Mengen konsumieren?

Leere Energiequelle

Da unser Körper selbst genug Glucose produziert um unser Gehirn zu versorgen, brauchen wir eigentlich keine weitere Glucosequelle. Raffinierter Zucker bringt zero Nährstoffe. Im Gegenteil sogar, es entzieht uns Vitamine und Mineralstoffe um verstoffwechselt zu werden. Das hindert uns Muskel aufzubauen, Fett abzubauen und Zellen zu regenerieren.

Instabiler Insulinspiegel

Zucker geht direkt ins Blut und lässt die Bauchspeicheldrüse ordentlich Insulin produzieren. Mit ständiger Zuckeraufnahme führt das zu einer übermäßigen Belastung. Resultat kann sogar eine Unterzuckerung des Körpers sein, da die Bauchspeicheldrüse konstant arbeitet. Das wiederum führt zu Konzentrations- und Leistungseinbußen und erneuten Appetit. Der Teufelskreis der Heißhungerattacken kann beginnen und endet im Übergewicht.

Nährboden für Bakterien

… und damit Nährboden für Krankheiten. Die Liste ist endlos und daher werde ich jetzt nicht groß anfangen aufzulisten welche Krankheiten vom Zuckerkonsum profitieren (Krebs, Diabetes, Herzkrankheiten und und und). Ein bestes Beispiel um diesen Punkt zu veranschaulichen kennen sicher alle von zu Hause. Zucker beeinträchtigt bewiesenermaßen die Leistungsfähigkeit des Immunsystems. Wenn das Immunsystem geschwächt ist, haben Bakterien, Viren und Pilze ein leichtes Spiel – das Resultat ist klar. Bakterien gären –  was Grund für einen Blähbauch sein kann und euch aufgedunsen fühlen lässt. Ganz ehrlich, wer kennt es nicht sich nach einem Mädelsabend aufgebläht und unwohl zu fühlen, fettige Haut, Augenringe und einen Pickel auf der Stirn. Das ist der Zucker! 🙂

Zucker macht dick

Überraschung 🙂 Klar weiß das jeder und eigentlich sollte ich das nicht erwähnen sollen, aber wie in meinem eigenen Fall unterschätzt man das vielleicht. Gerade weil man ihn so unbewusst zu sich nimmt! Bei gerademal 200 zusätzlichen Kalorien durch Zucker nimmt man in 6 Wochen um die 1 Kilo zu. Holla die Waldfee. Das sind 3 Kinderriegel  !!! Die kann man mal locker nebenbei essen ohne, dass es einem bewusst ist.

Suchtpotenzial

Wie bereits beschrieben, kommt es nach dem Zuckerkonsum zur Dopaminausschüttung. Sobald der Blutzuckerspiegel wieder sinkt verlangt der Körper erneut Zucker. Dieses „Potenzial“ wird vor allem von der Lebensmittelindustrie genutzt. Viele Produkte aus dem Supermarkt sind völlig unnütz mit Zucker versetzt, damit wir als Konsumenten mehr und mehr das Verlangen haben, diese Produkte zu kaufen und verzehren. Passt also auf beim einkaufen und schaut auch mal auf die Inhaltsstoffe etc. Ihr werdet euch wundern wo überall Zucker drin ist!

Ich für meinen Teil muss mir in Zukunft immer öfter vor Augen halten wie viel Zucker ich in mich „reinstopfe“ wenn ich mal eben ein Kinderriegel, ein Cliffbar (20g !!!) oder ähnliches esse. Das sind am Ende des Tages so viele Extrakalorien, so viele Würfel Zucker, dass man leicht den Überblick verliert. Für die Zukunft möchte ich mir auch wieder angewöhnen öfter mal die Nährwerttabelle auf den Produkten zu lesen und zu versuchen die 25g Zucker pro Tag nicht zu überschreiten, da ich es echt merke, wie gut es mir geht, wenn ich diese Grenze einhalte. Meine Haut sieht viel frischer aus, ich habe keinen aufgeblähten Bauch und bin viel klarer im Kopf! Ich selbst bin ein absoluter Süßschnabel und versuche momentan ein paar Alternativen (zum Beispiel diese Kokos-Nuss Kugeln) zu finden. Ich lasse es euch wissen, wenn ich ein paar leckere Sachen gefunden habe 🙂

 

 

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1 Comment

  • Reply Ernährungs ABC - Makronährstoffe - francescamyer.de 11. August 2017 at 22:15

    […] Ich habe vor einer ganzen Weile bereits einen Beitrag über Zuckeralternativen und die Gefahr von Zucker gepostet, falls du dich da noch etwas belesen möchtest […]

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