Gesundheit

Wie du schlechten Essgewohnheiten den Kampf ansagst

6. März 2018

Vor kurzem schrieb mich eine Followerin bei Instagram mit dem Thema Binge Eating an und ob man sich das Hungergefühl einreden könne. Für mich ist das, unter anderem, eine Frage der Gewohnheit. Einer schlechten Gewohnheit. Auch ich kenne das. Ganz langsam schleicht sich die ein oder andere Gewohnheit ein. Die Schoki beim lernen, die plötzlich unabdingbar ist und einfach dazu gehört. Gummibärchen, wenn der Tag mal wieder stressig war, werden zum Ritual und präventiv eingekauft. All solche Sachen schleichen sich immer wieder ein. Und umso länger wir diesen Gewohnheiten einen Raum bieten, umso schwieriger wird es auch diese wieder abzulegen und Stress und Lernen nicht mit Gummibären und Schokolade zu assoziieren. Doch wie wird man diese Gewohnheiten wieder los? „Ich lass es einfach“ ist meist ein Garant für den Misserfolg, was das Ablegen einer Gewohnheit nur umso schwieriger macht.

Vegane Brownies

GIB DIR ZEIT

Gut Ding braucht gut Weil. Probiere nicht von heute auf morgen dein komplettes Ernährungssystem umzuwerfen. Zu 99% wirst du scheitern und noch unzufriedener aus der Situation rausgehen.

In der Psychologie sagt man, dass das Gehirn etwa 21 Tage, also 3 Wochen, benötigt um Informationen zu verschalten. Das können alle möglichen Informationen sein. Ein gutes Beispiel dafür sind spezielle Geräusche die ein Hund mit dem Fressen oder Gassi gehen verbindet. Wenn mein Rudi hört, dass ich die Tür im Flur zum Haushaltsraum öffne und die Leine vom Haken nehme weiß er sofort was passiert, ohne, dass er mich sieht. Wenn ich den Kühlschrank öffne, ist er der erste der neben mir steht. Er wurde so konditioniert, dass er diese Informationen mit Fressen oder Gassi gehen verbindet. Und genau das macht unser Gehirn unterbewusst. Dieses Tool können wir nun also auch nutzen um es ganz bewusst umzuprogrammieren. ABER, dies benötigt Zeit! Etwa 21 Tage.

ÜBERNIMM DICH NICHT

In der Regel hat man nicht nur eine Baustelle. Und ist man erstmal motiviert will man sofort alles verändern. Bleib ruhig und fange mit dem geringsten Übel an. Wenn du seit 20 Jahren jeden Abend einen Schokopudding isst und dir seit 3 Monaten angewöhnt hast danach noch einen Vanillepudding zu essen, solltest du mit dem Vanillepudding anfangen. Das hat vor allem den Vorteil, dass du nach der Umstellung noch motivierter bist. Logisch, Erfolgserlebnisse steigern die Motivation.

Probier dich auch auf eine Baustelle zu beschränken. Wenn du all die Dinge, die dir zumindest für den Moment (nach dem stressigen Tag, beim Lernen) ein besseres Gefühl geben plötzlich weglässt wirst du vermutlich ein ganz schön grummliger Bär werden und darüber meckern wie blöd doch eine solche Ernährungsumstellung ist. DAS ist der falsche Weg. Step by Step. Konzentriere dich auf eine Sache und sobald du diese gemeistert hast, kannst du die nächste angehen.

 

MACH ES DIR SO LEICHT WIE MÖGLICH

Gewohnheiten abzulegen ist schwer. Mach es dir also so leicht es nur geht. Wenn du also den Vanillepudding nach deinem Schokopudding jeden Abend weglassen sollst wird dir vermutlich etwas fehlen. In der Regel ist es nicht der Pudding, sondern die Sache an sich. Ein anderer süßer Geschmack als Schokolade hinterher. Probier es doch mal mit einer Portion Obst. Oder wenn du beim Lernen etwas snacken willst, dann stell dir eine Schüssel mit Weintrauben und Nüssen hin. Einfach kleine Dinge, die dir nicht das Gefühl geben, du darfst gar nichts essen.

 

SUCHE DIR ALTERNATIVEN

Wie im Punkt drüber, spielen Alternativen eine wichtige Rolle. Ich schaffe es auch nicht von heute auf morgen auf Süßes zu verzichten. Aber um wenigstens das Gefühl zu haben zu naschen suche ich mir gesündere Alternativen. Seien es Bliss Balls, selbstgemachte gesunde Kekse oder Trockenobst. Finde eine für dich passende Alternative. Trockenobst ist zum Beispiel keine für mich. Meine Bananen Cookies allerdings schon! Sei kreativ und probier dich aus bis du etwas findest.

 

LENK DICH AB

Das betrifft vor allem Heißhungerattacken. Jeder kennt es. Und wenn dann auch noch etwas leckeres im Kühlschrank steht, ist der innere Schweinehund ganz schön groß. Mir hilft es in diesem Moment gedanklich kurz auszubrechen. Wenn ich auf der Couch sitze und plötzlich rieesen Lust auf Schokolade bekomme stehe ich auf mach mir ein großes Glas mit Wasser un Zitrone, oder sauge die Wohnung, oder bringe den Müll runter. Das klingt wirklich komisch aber hilft oft um den Gedanken von der Schoki zu bekommen. Ankämpfen hilft nämlich meist wenig. Umso mehr ich mit mir ringe, nicht in die Küche zu gehen und was zu naschen umso mehr ist das Verlangen. Ihr kennts ja „Du willst immer was du nicht haben kannst“.

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