Gesundheit

Bikinibody in 3..2..1

23. März 2017

Pünktlich zu den ersten Sonnenstrahlen geraten die ersten in Panik. „Ich hab doch noch gar nicht den Summerbody“. Jedes Jahr aufs Neue sehe ich Leute die zum Frühlingsanfang last minute eine Crash-Diät anfangen um doch noch rechtzeitig selbstbewusst in die kurzen Kleider zu passen. Das mag vielleicht auf kurze Zeit gute Erfolge erzielen, aber ist das wirklich der Weg? Geht es nur darum möglichst schnell viel abzunehmen um „fit für den Sommer“ zu sein um diese Qualen gleich nächstes Jahr von vorne zu beginnen weil dein Jojo-Effekt direkt wieder an die Tür klopft – und noch Gepäck dabei hat? Mädels, gut Ding braucht gut Weil. Nehmt euch die Zeit und macht es einmal richtig. Habt etwas nachhaltiges, eine „Sommerfigur“ im Winter, jahrein und jahraus. Was ist das überhaupt für ein Ausdruck? „Sommerfigur“. Nach meiner Definition hat man immer eine Figur, egal welche Jahreszeit. Worauf es allerdings ankommt, ist wie wohl man sich in seiner Figur fühlt. Wie gesund der Körper ist. Es gibt etliche Figurtypen und nicht jeder kann eben aussehen wie die Victoria Secret Models. Sollt ihr auch nicht. Manche sind eben zierlich gebaut und andere, wie ich, sind eher kurvig und werden des auch immer irgendwie bleiben. Wichtig ist aber, dass man sich schön findet wie man ist und das geht nur wenn man ein gesundes Bewusstsein zu seinem Körper aufbaut, sich bewegt, sich spürt und seinem Körper gutes gibt. Healthy body – healthy mind. Und umgekehrt.

Nutzt doch dieses Jahr ein paar alte Angewohnheiten über Board zu werfen, Verhaltensweisen zu ändern und davon für die Zukunft zu profitieren. Wie man das anstellen kann, gibts jetzt :

Motive klären

Wieso willst du abnehmen? Sobald du das weißt, kannst du die Herangehensweise besser planen. Wer es nur machen will, weil der Partner mal einen doofen Spruch gelassen hat, wird es eher weniger durchziehen. Das nötige Durchhaltevermögen hat nur der, der es aus eigenen Zügen macht und somit auch Spaß an der Umstellung hat. Das soll allerdings nicht heißen, dass der Willen nicht nachziehen kann auch wenn man es für jemand anderen tut.

Defizite identifizieren

Wahrscheinlich kommen die 3 Kilo zu viel auf den Hüften nicht von irgendwo. Jeder hat seine eigenen Schwachstellen und die gilt es herauszufinden. Bei mir persönlich sind es definitiv Süßigkeiten – also Zucker. Sobald ich die Baustelle kenne, kann ich sie angehen und versuchen diese zu beheben.

Realistische Ziele setzen

Wer von vornherein sagt, er möchte in 2 Wochen 20 Kilo (gesund) abnehmen wird wohl schnell enttäuscht werden und das Handtuch werfen. Besser ist es mit kleinen Etappen anzufangen. Beispielsweise deine definierte Baustelle. Isst du in der Woche 2 Tafeln Schokolade, probiere dies auf 2 Stückchen am Tag zu reduzieren oder finde Alternativen. Ich mache mir zum Beispiel gerne diese Nuss-Riegel die ich vorrätig in der Küche habe. Trinkst du zu wenig Wasser, oder überhaupt kein Wasser? Mache dir das Wasser durch frisches Obst attraktiver oder teile dir genau ein bis wann du X Liter Wasser trinken willst. Solche neuen Angewohnheiten sind der erste Weg in einen neuen gesunden Lebensstil. Nach und nach kannst du die Ziele dann eben höher setzen. Kleine Ziele geben dir das Gefühl erfolgreicher zu sein damit du am Ball bleibst.

Ein strukturierter Tagesablauf

Das ist auch typenabhängig. Ich fahre ziemlich gut damit meinen Tag zu organisieren. Dazu gehört auch wann ich was esse. Vor dem Frühstück gibt es bei mir 0,5l Wasser auf nüchternen Magen, damit kann ich gleich 2 Fliegen mit einer Klatsche schlagen. Ich habe schon 0,5l Wasser getrunken und meinen Stoffwechsel angeregt. In Ruhe essen! Man neigt dazu schneller zu essen, wenn man nebenbei etwas anderes macht, was bedeutet, dass man dann meist auch mehr isst als man bräuchte. (Ich wünschte ich würde diesen Tipp selbst öfter beherzigen, sagte sie und aß ihre Stulle während des Schreibens.) Mengen begrenzen. Auch damit komme ich super klar, weil ich von vornherein weiß, dass ich mich nicht „überfresse“ und vor allem auch genau weiß, wie viel ich gegessen habe. Das klingt für viele erst ganz schön anstrengend das Essen zu wiegen, dauert aber kaum länger und irgendwann kann man die richtigen Mengen auch gut mit dem Auge abschätzen. Für die Arbeit/Uni koche ich mir meist vor, damit ich zur Mittagszeit auch nicht total hungrig in die Mensa renne und mir die fette Portion Nudeln mit Sahnsesoße einfahre.

Rezepte sammeln

Vielen fehlt schlichtweg die Kreativität. Man weiß nicht was man alles mit Gemüse anstellen kann, was man zum Frühstück essen oder snacken kann. Gut isst es sich dafür eine Tabelle für den Kühlschrank zusammenzustellen mit allen Dingen die sich für die Mahlzeit X anbieten. Wie oft steht man abends in der Küche, schaut in den Kühlschrank und ist ratlos – erstmal ’ne Pizza. Mensch, nutzt die Möglichkeiten die wir heutzutage haben – Internet. Es gibt Sternzahl viele Rezepte auf tausenden von Seiten, Zeitschriften, Apps also wieso nicht nutzen? Ich habe nehme mir regelmäßig die Zeit am Wochenende und schau was es so gibt, lasse mich inspirieren und probiere neue Sachen aus bis ich Rezepte gefunden habe die mir schmecken und gut für den Alltag sind. Zum Frühstück gibt es bei mir zum Beispiel fast immer 40g Dinkelflocken, Leinsamen, etwas Kokosblütenzucker, Zimt mit Milch in der Mikrowelle erhitzen und dann einen Apfel reinschnippeln. Ich muss also morgens nicht mehr überlegen was ich mache um dann im Zweifel zum zuckrigen Supermarkt Müsli zu greifen. Mit der Zeit findet man dann immer mehr Rezepte die man mag und schnell nachkocht. Es gilt also Alternativen zu finden mit denen man glücklich ist. Bestenfalls mit viel Gemüse, da diese eine sehr niedrige Energiedichte haben = wenig Kalorien.

Gemeinsam is(s)t man stärker

Wie oft lässt man sich von Freunden zu einem Auswärtsessen, Schoki und Chips überreden. In den meisten Fällen wird man schwach, ich zumindest und werfe für 2 Stunden alle meine Vorsätze über Board. Natürlich geht es nicht darum Soulfood komplett zu streichen- immerhin heißt es ja nicht umsonst so. Einfacher ist es jedoch wenn man nicht alleine ist. Man kann Rezepte, Erfolge und Misserfolge austauschen und sich einfach motivieren „durchzuhalten“. (Durchhalten ist finde ich ein unpassendes Wort. Man soll nichts durchhalten, sondern Alternativen für den Alltag finden die man gerne umsetzt! Habt Spaß an dem was ihr macht und der Rest kommt von alleine.)

Esstagebuch führen

Klingt doof und anstregend. Ist es leider auch ein bisschen, dafür ist der Nutzen um so größer. Um ein Bewusstsein für all die Kalorien die man am Tag zu sich nimmt zu bekommen eignet es sich, dass wirklich mal für ein paar Tage zu tracken. Es ist unglaublich wie viele Kalorien man täglich zu sich nimmt ohne es wahrzunehmen. Dazu eignet sich die App „My FitnessPal“ echt gut (keine Kooperation!). Man kann dort auf die Nährwerte genau feststellen was man am Tag isst. Sehr sinnvoll für Anfänger!

Sei nicht zu hart zu dir 

Misserfolge gehören dazu und das sollte dir auch bewusst sein. Ärgere dich nicht zu sehr darüber wenn du mal schwach geworden bist und aus Versehen die Tafel Schoki gegessen hast. Manchmal brauch man das. Wichtiger ist, sich dessen bewusst zu machen. Zu überlegen, wieso hatte ich jetzt solchen Heißhunger? ( Gab es vielleicht kein Mittag/Abendbrot? Bin ich gestresst?) Daraus kann man lernen und in der nächsten Situation anders handeln. Denk daran, dass gutes Essen einen enormen Teil der Lebensqualität ausmacht und gerade deswegen unbedingt nicht verboten werden. Gönn dir ab und zu die Schoki, gönn die den Drink mit den Freunden zum Geburtstag und habe Spaß. Nichts lässt einen mehr am Ball bleiben an einer Sache als die Zufriedenheit mit dem was man tut!

Solche Umstellungen sind nicht leicht und gehen vor allem auch nicht von heute auf morgen. Hast du deine neuen Gewohnheiten aber erstmal verinnerlicht kommt der Erfolg von ganz alleine 🙂

Bilder von Sascha Hoecker.

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