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Back to the roots : analoge Fotografie

19. Januar 2017

Analog – das mit Film?

Ganz genau. 36 Bilder schießen, Film entwickeln und überraschen lassen ob es was geworden ist. Immer öfter sehe ich in letzter Zeit, dass Leute sich alte Kameras kaufen oder aus der Schatzkiste der Eltern kramen. Auch ich bin vor einer Weile auf den Zug aufgesprungen und habe mich von meinem Bruder und einigen Instagrammern anstecken lassen. Zu erst eine einfache Point&Shoot, ohne große Einstellungsmöglichkeiten also prima für Schnappschüsse, dann eine analoge Spiegelreflex.

Und warum?

Wer selbst gerne fotografiert und sich ein wenig mit der Thematik auseinandersetzt bekommt irgendwann das Bedürfnis mehr zu lernen, sich zu entwickeln. In meinem Falle kam dieses Bedürfnis letztes Jahr im November. Angefixt von meinem Bruder und lofe hab ich mir also eine ganz einfache Point&Shoot für 8€ geholt.

Ich liebe die Stimmung die diese Fotos vermitteln – heimisch, gemütlich, authentisch. Die Ergebnisse entsprechen nicht den „perfekten“ DSLR-Fotos ; ein komischer Lichtstrahl am Rand, unscharfe Kanten, viel zu unterbelichtet. Aber genau das macht es für mich aus. Man hat das Gefühl, mann kann in die fotografierte Situation viel besser eintauchen, ist dem Moment näher. 16144999_293431547740259_1532113914_o.jpg

In meinem Falle habe ich auch gemerkt, dass ich mich mit den Motiven viel mehr beschäftige und nicht mehr 1000 Bilder von etwas mache bis es „on fleek“ ist. Ich schaue durch die Linse und packe die Kamera eventuell auch wieder weg, wenn mir das Bild nicht gefällt. Würde ich mit meiner digitalen sicher nicht tun, sondern einfach abdrücken um es später wieder zu löschen. Es bringt mir in meiner Kreativität also eine ganze Menge und schult mein Auge für schöne Motive enorm.

Ein weiterer Punkt der dieses Hobby so schön macht ist das warten. Das ist verrückt, denn ich bin ein unglaublich ungeduldiger Mensch und am liebsten wäre es mir wenn manche Dinge schon gestern abgehakt wären. Aber das Gefühl die Rolle abgegeben zu haben und jetzt 3-4 Tage warten muss eh man die Ergebnisse sehen kann, ist irgendwie anders. Natürlich hätte ich auch kein Problem damit, die Fotos 5 Minuten später zu bekommen, so ist’s nicht. Ich glaube das muss man selber mal probiert haben um das nachempfinden zu können, nach ein paar Tagen die entwickelten Bilder abzuholen und sich die Fotos anzuschauen. Ich freue mich jedes Mal darüber 😀 Der nächste Schritt wird dann wohl irgendwann sein die Bilder zu Hause zu entwickeln. Ich denke, das bringt die analoge Fotografie nochmal auf ein ganz anderes Level. Aber das hat noch etwas Zeit 🙂

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Für mich war das nächste Level eine analoge Spiegelreflex. Also alles von Belichtungsdauer über Iso-Werte manuell einstellen. Für jemanden der immer nur mit digitalen Kameras, gerne auch im A-Modus, fotografiert hat schien das anfangs wie eine unlösbare Aufgabe. Zum lernen habe ich mir also eine Pentax K-1000 mit 35mm geholt. Das Gute an diesem Modell ist der Belichtungsmesser. Mit Hilfe eine kleinen Nadel in der Linse kann man ganz gut sehen, ob das Bild über- oder unterbelichtet ist. Hat man das nicht, rate ich bei jedem Foto die einzelnen Einstellungen aufzuschreiben um später anhand der entwickelten Bilder auswerten zu können was man das nächste mal anders macht.

 

Genug geschwärmt. Ich kann euch dieses Hobby nur ans Herzen legen, da es unglaublich viel Freude bringt und irgendwie entschleunigt, da man sich dabei wirklich Zeit nehmen muss. Probiert es einfach aus, analoge Point&Shoot Kameras gibt es bei ebay immer für einen schmalen Taler. Ich denke ich werde bald noch einen Post für Anfänger der analogen Fotografie schreiben mit Tipps und Tricks und noch mehr auf meine Kameras eingehen 🙂

 

Machts gut ! XX

 

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10 Comments

  • Reply autopict 20. Januar 2017 at 19:04

    Volle Zustimmung. Bevor du selbst entwickelst, teste mal s/w, da gibt’s noch die alten Klassiker von Ilford (FP4, HP5). Gerade letzter eignet sich gut zum ‚Pushen‘ oder ‚Pullen‘, das ändert die Kontrastkennlinie, vereinfacht gesprochen. ‚Gurgl‘ hilft da auch. Und dann fehlt dir noch das Erlebnis, wenn ein Film beim Entwickeln verloren geht 😬, jedenfalls viel Spaß im analogen Leben!

  • Reply Elisabeth 21. Januar 2017 at 03:34

    Schöner und motivierender Beitrag. 🙂

  • Reply autopict 22. Januar 2017 at 20:15

    Hm, hatte ich hier nicht was kommentiert?
    Entweder hab ich Alzheimer oder der Kommentar wurde gelöscht noch vor der Freischaltung? Oder im Spam? Das hatte ich ja noch nie in den Jahren…
    Egal. Frohes Knipsen weiterhin.
    😉

    • Reply francescamyer 22. Januar 2017 at 20:16

      Dankeschön 🙂 vorher kam leider nichts an :/

      • Reply autopict 22. Januar 2017 at 20:19

        Ist schon 2 oder 3 Tage her, hatte aber auch keine besondere Tragweite…
        😉

  • Reply Johannes 28. Januar 2017 at 18:13

    Wow… von Digital auf Analog umzusteigen kann ich mir nur schwer vorstellen. Ich bin auch so jemand, der gerne mal gut 500 Fotos und mehr an einem Tag macht. Und sicher, die meisten Fotos taugen nicht wirklich was aber man hat ja den Speicher. Sich dann aber auf so wenig Bilder zu beschränken finde ich sehr Mutig. 🙂
    Retro ist halt doch irgendwie „cool“ 😉

    Liebe Grüße
    Johannes

    • Reply francescamyer 28. Januar 2017 at 18:14

      Naja, ich mach ja trotzdem beides 🙂 Analog halt worklich nur Hobbymäßig weil ich den ganzen Prozess und das Ergebnis sehr schön finde.
      Lieben Gruß zurück !

      • Reply Johannes 28. Januar 2017 at 18:21

        das freut mich zu hören 🙂 Vielleicht sollte ich mir auch mal so eine alte Cam besorgen um etwas zu spielen und zu lernen nicht immer gleich alles zu fotografieren…

        • Reply francescamyer 28. Januar 2017 at 18:22

          Mach das, kann es echt sehr empfehlen! Und die Kameras sind ja meist auch recht günstig

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